Oct 13


    

Ich habe mich heute mal eingehend mit dem berüchtigten XP-Modus für Windows 7 befasst.

Dieser XP-Modus dient dazu, z.B. nicht kompatible Software trotzdem auf seinem Windows 7 System zum laufen zu bringen. An sich handelt es sich dabei aber um nichts anderes, als eine Windows XP Maschine, die in einer Virtual PC Umgebung auf Windows 7 läuft. Leider geht dies aber nur mit den Varianten Professional und Ultimate von Windows 7, dafür aber sowohl mit 32bit, als auch mit 64bit. Die Hardware, auf der das ganze betrieben werden soll muss allerdings zwingend über Hardware-Virtualization Support verfügen, sonst startet die virtuelle Maschine später nicht.

Hier muss ich kurz die Annahme eines Kollegen bestätigen. Das ganze läuft über eine neue Funktion der aktuellsten RDP Version. Diese ermöglicht es “Seamless Windows” darzustellen. Also ein Programm aufzurufen, ohne den gesamten Desktop-Inhalt der Remote-Maschine mit zu ziehen.

Die Installation ist denkbar einfach. Unter “Downloads” in diesem Beitrag gehts auf die Seite von Microsoft, auf der man die nötigen Dateien findet. Im Step 1 ist das eine 7 MB grosse Datei zur Installation von der benötigten Version von Virtual PC. Nach dieser Installation ist ein Reboot notwendig.

Im Step 2 wird eine 467 MB grosse Ausführbare Datei verlangt. Diese installiert die virtuelle XP Maschine auf Virtual PC Basis. Genauer genommen, glaube ich, dass diese Datei nur das VHD-File (virtuelle Festplatte) im Bauch hat, welches auf die Festplatte entpackt wird. Nach ein paar Minuten hat man dann eine vollständig funktionierende Windows XP Professional SP3 virtuelle Maschine auf dem Windows 7 Client installiert.

Windows XP Mode Ready

Auch die System-Einstellungen der XP-Mode Maschine lassen sich frei konfigurieren, wie man das von jeder herkömmlichen Virtual PC Version auch kennt.

Windows XP Mode Settings

Will man nun eine Applikation im XP-Modus installieren, macht man nichts weiter, als die Installation der Software in der virtuellen Maschine zu starten. Die Sourcen für das Programm kann man über einen Share, ISO oder per Download auf der VM bereit stellen. Ich habe mir den aktuellen Client für VMware in der Version 4.0.0 ausgesucht. Denn der läuft ausser mit einem umständlichen Workaround erst mal so unter Windows 7 nicht.

Windows XP Mode VIClient 7

Die Installation in der virtuellen Maschine läuft wie gewohnt ab.

Windows XP Mode Installation VIClient

Hat man die Applikation dann in seiner virtuellen Maschine installiert, wird einem auffallen, dass es einen neuen Ordner im Startmenü gibt, der sich auf den Desktop verlinken lässt.

Windows XP Mode Startmenu

Windows XP Mode PubAppsDesk

Startet man die Applikation dann aus einem der genannten Ordner heraus, wird man darauf aufmerksam gemacht, dass die virtuelle Maschine jetzt geschlossen werden muss. Darauf hin startet die Applikation und siehe da, alles läuft einwandfrei, weil es in einer supporteten XP Umgebung läuft und nur die Bilder per RDP auf den Windows 7 Client übertragen werden.

Windows XP Mode VM Close

Windows XP Mode VM Close Dialog

Windows XP Mode VApp Start

Windows XP Mode VApp VIClient

Bis jetzt konnte ich noch keine Fehler feststellen in der Integration. Habe allerdings auch noch nicht wirklich viel damit ausprobiert. Es empfiehlt sich allerdings auch auf der virtuellen Maschine einen Virenschutz zu installieren.

Alles in allem sehr geile Idee und funktioniert einwandfrei. Befindet sich die virtuelle Maschine im Modus zum starten der “published applications” frisst sie auch so gut wie keine Performance mehr.

Downloads:

Happy XP-Modding,

j.klein

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Oct 06


    

Vor zwei Wochen gab es ja von mir einen Beitrag zu lesen, der die virtualisierung von Microsoft Windows Server 2008 R2 auf verschiedenen Plattformen beschrieben hat.

Ich habe versprochen noch einen Artikel nachzureichen, wenn ich die Möglichkeit mit der Freeware Version von XEN ausprobieren konnte. Ein Kollege war so nett, dass für mich auszuprobieren und hat einen Server und die dazugehörige VM vorbereitet.

Es wurde ein XEN Server 5.5 verwendet. Der Kollege hat den Server mit den default Einstellungen installiert und keine Veränderungen vorgenommen, ausser Datastore einbinden etc …

Zur großen Überraschung lies sich Windows Server 2008 R2 ohne Probleme mit dem Template für den Windows Server 2008 x64 installieren. Zügig schnell und ohne Handlungsbedarf unsererseits.

Natürlich auch noch ein paar Screenshots von der Aktion:

Windows Server 2008 R2 Xen 1 Windows Server 2008 R2 Xen 2 Windows Server 2008 R2 Xen 3 Windows Server 2008 R2 Xen 4

Bis jetzt sind wir auf keine Fehler gestossen und die Maschine läuft performant vor sich hin. Wie man das eben von einer anständigen Lösung zur Virtualisierung erwartet 😉

Mein Versprechen habe ich damit eingehalten. Falls jemand Fragen hat, oder noch den ein oder anderen Tip haben will, ist meine Mailadresse zu finden.

Stay virtual,

j.klein

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